REVIEWS
Progressive
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Manchmal fragt man sich, warum es unzählige wirklich gute und innovative
Bands auf diesem Erdball gibt. Manchmal fragt man sich, warum diese Jungs
es nicht schaffen, einen Deal zu ergattern.
Weil es Bands wie DREAMTIDE gibt? Vielleicht. ... Vielleicht haben die Jungs wirklich einer innovativen Nachwuchsband den Platz eines begehrten Deals vor der Nase weggeschnappt. Und das ist schade. Denn DREAMTIDE rekrutieren sich nicht nur aus ehemaligen FAIR WARNING und THUNDERHEAD Mitgliedern, sondern lassen mal wieder die Frage aufkommen, ob es Sinn macht einen Markt mit dermaßen einsilbiger Musik zu überfüttern. Die Frage sollte man dem Label Frontiers natürlich eher stellen als der Band, aber es geht nunmal um die Band in diesem Review, nicht um das Label.
Eine Veröffentlichung wie diese halte ich jedenfalls für vollkommen überflüssig. Da ist von "...catchy hooklines..." im Info die Rede. Ja bitte, aber warum dann soooo flach? Melodien für Millionen träfe wohl besser. Melodien, die schon zigmal gehört klingen. Die Kompositionen haben soviel Gefühl und Ausdruckskraft wie eine Eisenstange. Sorry, aber ich bin echt angeödet, ob der Langatmigkeit der Songs. Die Musiker mögen ja ihr Handwerk verstehen. Aber was die Hannoveraner hier vom Stapel lassen ist wahrlich reines Klischee und vor allem schon tausendmal dagewesen.
Und genau deshalb nicht mein Fall. DREAMTIDE sprechen im Titel zwar von einer nahenden Flut, die Umsetzung dieser gleicht jedoch einer großen Ebbe an Einfallsreichtum. Ich fürchte, dass man den deutschen Melodic Rock so wohl eher abschreiben muss.
Ex-FAIR WARNING Ableger mit Melodic Rock
© 30.10.2001
Thorsten Gürntke